|
Learn languages (via Skype): Rainer: + 36
20 334 79 74 or + 36 20 549 52 97
|
|
Meilensteine der europäischen Literaturgeschichte!
Bei Homer kämpfen die Götter gegen Menschen und werden manchmal,
wenn sie eine empfindliche oder ungeschützte Verse haben, von ihnen getötet.
Warum nehmen sie auch daran teil? Vielleicht ist das Leben auf dem Olymp, dem
Götterberg mit seinem ewigen Leben einfach zu langweilig. Es genügt nicht,
sich einander die Frau auszuspannen, vor allem, wenn der Ehemann sehr
hässlich (Vulcanus) ist, und sich nur mit seiner Schmiedearbeit beschäftigt
und die Ehefrau (Venus), die Göttin der Schönheit und Liebe sich in den
schönsten aller männlichen Unsterblichen verliebt. Was für ein Traumpaar!
Dann kamen die Demokratie in Athen und später die Perser. Die
eine brachte das freiere Denken und somit Kritik und die anderen die Lehre
von Zarathustra (Die Welt bestehe aus einer guten und einer schlechten
Macht.). Das jährliche Fest, bei dem religiöse Riten und Geschichten
aufgeführt wurden, artete aus und wurde zur gesellschaftlichen und
politischen Kritik: - Warum muss Iphigenie sterben, um einen Gott (Poseidon)
zu besänftigen? – Warum schickt Athen seine Soldaten nach Sizilien, wenn
Spartaner vor der Haustür stehen? (Das Reich der Vögel) Und Philosophen
beschäftigten sich damit, das Leben in Wissenszweige aufzuteilen und Regeln
aufzustellen oder Ratschläge zu geben.
Die Römer versuchten zuerst ziemlich erfolglos, die dramatische
Kunst der Griechen zu übernehmen, bevor sie ihren eigenen Stil fanden. Cicero
die Staatsphilosophie, Titus Livius die Geschichtsschreibung, Ovidius, Vergil
und Horaz die Gedichte und ihr spätester Vertreter Boethius, der sich im 5.
Jahrhundert monatelang in einem Kerker sitzend und auf seine eigene
Hinrichtung wartend darüber äußerte, wie schön das Leben ist.
Dann passierte sehr lange fast nichts, bis Troubadoure in
Frankreich und Minnesänger (Minne – Liebe) vor allem alte, heidnische
Legenden mit christlichen Elementen vermischt die wiederentdeckte Schönheit
der Frau vortrugen.
In Spanien ist es Alfonso der Weise, der im 13. Jahrhundert dafür
sorgt, dass Europa sein verlorenes, antikes Erbe antreten kann. Er lässt sehr
viele Schriften aus dem arabischen übersetzen und eine riesige Bibliothek
anlegen. Davon soll sich in ganz Europa die Renaissance ernähren.
In Italien entsteht aus den Passionsspielen (Man spielte vor
allem den Leidensweg Jesus. Für den Messias-Darsteller endete das Leben
häufig auf die gleiche Weise: am Kreuz.) die Comedia del Arte. Dante macht
sich in seiner „Comedia divina“ über alles lustig, was Würdenträger sein will
und beklagt sich, dass sein Vorbild Vergil, der ihn durch das Fegefeuer führt
nicht ins Paradies eintreten kann, weil es zu seiner Zeit noch kein
Christentum gegeben hatte. Es geht weiter voran mit Pietro Aretino, der in
einem seiner Werke eine Mutter ihrer Tochter erklären lässt, wie sie zu einer
erfolgreichen Prostituierten wird und Petrarcas Dekameron.
Bald kommt Descartes und eröffnet das neue Denken „Cogito, ergo
sum!“ = „Ich denke, also bin ich“ oder „Ich akzeptiere nur, was ich auch
prüfen kann“, anstatt „Gott hat mich geschaffen, also bin ich“ des dunklen Mittelalters.
Montesquieu lehrt uns die demokratische Gewaltenteilung,
Shakespeare will die ganze Theaterkunst auf den Misthaufen werfen, Locke
spricht über Verständnis und Verstehen, Hume über den Staat als Vertrag
zwischen Mitgliedern einer Gesellschaft, Rousseau behandelt die Erziehung und
Beaumarchais die Heirat des Figaro mit satirischer Kritik an den veralteten
Bräuchen und Sitten der Gesellschaften. Lessing begründet die deutsche
Theaterkritik, und ein bisschen später fasst Goethe die bisherigen 2 500 Jahre
Wissensgeschichte in seinem Faust II zusammen, während Schiller die Welt mit
überschwänglichen Gefühlen erstürmt.
|
|
Else
|
|
Else
|
|
Else
|
|
Else
|
|
Else
|
Samstag, 28. Februar 2015
Abonnieren
Kommentare (Atom)